Zum besseren Verständnis...

Broadcast

Ein „Rundruf” in einem Computernetzwerk ist eine Nachricht, bei der Datenpakete von einem Punkt aus an alle Teilnehmer eines Netzes übertragen werden. In der Vermittlungstechnik ist ein Broadcast eine spezielle Form der Mehrpunktverbindung. Ein Broadcast wird in einem Computernetz vorwiegend verwendet, wenn die Adresse des Empfängers der Nachricht noch unbekannt ist.

DHCP-Dynamic Host Configuration Protocol
Dieses Protokoll ermöglicht mit Hilfe eines entsprechenden Servers die dynamische Zuweisung einer IP-Adresse und weiterer Konfigurationsparameter an Computer in einem Netzwerk (z. B. Internet oder LAN). Durch DHCP ist die vollautomatische Einbindung eines neuen Computers in ein bestehendes Netzwerk ohne weitere Konfiguration möglich.

E-Mail

Die oder das „electronic mail“, zu deutsch „die elektronische Post“ oder „der elektronische Brief“ (kurz auch Mail genannt) ist eine auf elektronischem Weg in Computernetzwerken übertragene Nachricht. E-Mail wird noch vor dem World Wide Web als wichtigster und meistgenutzter Dienst des Internets angesehen. Über die Hälfte des weltweiten E-Mail-Aufkommens im Internet ist allerdings seit ca. 2002 auf Spam zurückzuführen.

Ethernet

ist eine kabelgebundene Datennetztechnologie für lokale Datennetze (LANs). Sie ermöglicht den Datenaustausch in Form von Datenrahmen zwischen allen in einem lokalen Netz (LAN) angeschlossenen Geräten (Computer, Drucker, etc.). In seiner traditionellen Ausprägung erstreckt sich das LAN da bei nur über ein Gebäude. Ethernet-Technologie verbindet heute auch Geräte über weite Entfernungen.

FTP-File Transfer Protocol

ist ein Netzwerkprotokoll zur Dateiübertragung. Das FTP „Dateiüber tragungsverfahren“, ist ein im RFC 959 von 1985 spezifiziertes Netzwerkprotokoll zur Dateiübertragung über TCP/IPNetzwerke.

Gateway

Der „Protokollumsetzer” erlaubt es Netzwerken, die auf völlig unterschiedlichen Protokollen basieren, miteinander zu kommunizieren.

Hostname (auch Sitename)

ist die eindeutige Bezeichnung eines Rechners in einem Netzwerk. Er wird vorwiegend beim elektronischen Datenaustausch (z. B. E-Mail, Usenet, FTP) benutzt, um den Kommunikationspartner in einem von Menschen les- und merkbaren Format anzugeben. Die Umsetzung des Hostnamens in eine maschinenlesbare Adresse erfolgt im Internet heute vorwiegend über das Domain Name System (DNS).

IGMP-Internet Group Management Protocol

Das IGMP ist ein Netzwerkprotokoll der Internetprotokollfamilie und dient zur Organisation von Multicast-
Gruppen. IGMP benutzt das Internet Protocol (IP) und ist integraler Bestandteil von IP auf allen Hosts, die den Empfang von IP-Multicasts unterstützen. Das Internet Group Management Protocol basiert auf dem Internet Protocol (IP) und ermöglicht IP-Multicasting (Gruppenkommunikation) im Internet. IP-Multicasting ist die Verteilung von IP-Paketen unter einer IP-Adresse an mehrere Stationen gleichzeitig.

IP – die Internet-Protocol-Adresse

dient zur eindeutigen Adressierung von Rechnern und anderen Geräten in einem IP-Netzwerk. Technisch gesehen ist die Nummer eine 32- oder 128-stellige Binärzahl. Das bekannteste Netzwerk, in dem IP-Adressen verwendet werden, ist das Internet. Die IP-Adresse entspricht funktional der Telefonnummer
in einem Telefonnetz.

LAN – Local Area Network

„Lokale Netze” sind als feste Installation dort zu finden, wo mehrere Rechner über kleine Entfernungen an einem bestimmten Ort dauerhaft vernetzt werden sollen. Für einzelne Veranstaltungen wie technikorientierte Kongresse oder LAN-Partys werden sie auch temporär aufgebaut.

MAC-Adresse – Media Access Control

Ethernet-ID oder bei Apple Airport-ID und Ethernet-ID genannt, ist die weltweit einmalige Hardware-Adresse jedes einzelnen Netzwerkadapters, die zur eindeutigen Identifikation des Geräts im Netzwerk dient.

Multicast

oder „Gruppenruf” bezeichnet in der Telekommunikation eine Nachrichtenübertragung von einem Punkt zu einer Gruppe (auch Mehrpunktverbindung genannt). Der Vorteil von Multicast besteht darin, dass gleichzeitig Nachrichten an mehrere Teilnehmer oder an eine geschlossene Teilnehmergruppe übertragen werden können, ohne dass sich beim Sender die Bandbreite mit der Zahl der Empfänger multipliziert. Der Sender braucht beim Multicasting nur die gleiche Bandbreite wie ein einzelner Empfänger.

NTP – Network Time Protocol

Ein Standard zur Synchronisierung von Uhren in Computersystemen über paketbasierte Kommunikationsnetze. Es wurde speziell dafür entwickelt, eine zuverlässige Zeitgabe über Netzwerke mit variabler Paketlaufzeit (Ping) zu ermöglichen. NTP ist eines der ältesten noch immer verwendeten Protokolle. Es wurde von David Mills an der Universität von Delaware ent wickelt und 1985 als RFC 958 veröffentlicht. Unter seiner Leitung werden Protokoll und UNIX-Implementierung ständig weiterentwickelt. Gegenwärtig ist die Protokollversion 4 aktuell.

PoE – Power over Ethernet

bezeichnet ein Verfahren, mit dem netzwerkfähige Geräte über das 8-adrige Ethernet-Kabel mit Strom versorgt werden können. Hauptvorteil von PoE ist, dass man ein Stromversorgungskabel einsparen kann und so auch an schwer zugänglichen Stellen oder in Bereichen, in denen viele Kabel stören würden, Ethernet-angebundene Geräte installieren kann. Somit lassen sich einerseits zum Teil drastisch Installationskosten einsparen, andererseits kann der damit einfach zu realisierende Einsatz einer zentralen, unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) die Ausfallsicherheit der angeschlossenen Geräte erhöhen. PoE wird von Netz werkgeräten genutzt, die wenig Leistung verbrauchen.

Router

Netzwerkkomponente (auch als „Wegewähler“ bezeichnet), die mehrere Rechnernetze koppelt.

SNMP – Simple Network Management Protocol

Dieses „einfache Netzwerkverwaltungsprotokoll“ ist ein Netzwerkprotokoll, um Netzwerkelemente (z.B. Router, Server, Switches, Drucker, Computer usw.) von einer zentralen Station aus überwachen und steuern zu können. Das Protokoll regelt hierbei die Kommunikation zwischen den überwachten Geräten und der Überwachungsstation.

SNTP – Simple Network Time Protocol

Eine vereinfachte Version des NTP. Ältere Windows-Versionen wie Windows 2000 verwenden SNTP, um die Uhrzeit auf dem lokalen Computer aktuell zu halten. Durch die Verwendung moderner Authentifizierungssysteme in Windows 2000 und neueren Versionen wird eine genaue Zeitsynchronisation auch in Microsoft Windows notwendig.

Stratum

Lateinisch für „Schicht” – bezeichnet beim Netzwerkprotokoll NTP die Zeitqualität. Stratum 1 steht für beste Qualität (z.B. Timeserver mit GPS-Empfänger), wogegen Stratum 16 für „ungültige Zeit“ oder „unsynchronisiert“ steht. Jeder Timeserver erhöht den empfangenen Stratum um 1 gegenüber der ausgesendeten Zeit.

Subnetz

Die exakte Spezifikation eines Teils des IPAdressraums. Dabei wird ein zusammenhängender Bereich von IP-Adressen zusammengefasst.

Switch

Dieser „Schalter” (auch Weiche) ist eine Netzwerk-Komponente zur Verbindung mehrerer Computer bzw. Netz-Segmente in einem lokalen Netz (LAN). Da Switches den Netzwerkverkehr analysieren und logische Entscheidungen treffen, werden sie auch als intelligente Hubs bezeichnet.


TCP/IP – Transmission Control Protocol/Internet Protocol

Zur Gliederung der Kommunikationsaufgaben werden in Netzwerken funktionale Ebenen, sogenannte Schichten, unterschieden. Für die Internet-Protokoll-Familie ist dabei das TCP/IP-Referenzmodell maßgebend. Es beschreibt den Aufbau und das Zusammenwirken dieser Netzwerkprotokolle und gliedert sie in vier aufeinander aufbauende Schichten.

Telnet – Teletype Network

ist ein im Internet weit verbreitetes Netzwerkprotokoll. Es wird üblicherweise dazu verwendet, Benutzern den Zugang zu Internetrechnern über die Kommandozeile zu bieten.

Timeserver

Ein „Zeitserver” dient der Zeitsynchronisation verschiedener Geräte über ein Netzwerk. Der Timeserver wird üblicherweise von einem hochgenauen Uhrzeitgeber, z.B. DCF 77-Empfänger, oder von mehreren anderen Timeservern synchronisiert. Die empfangene Uhrzeit wird von Clients z.B. mittels NTP abgefragt.

UDP – User Datagram Protocol

ist ein minimales, verbindungsloses, jedoch nicht zuverlässiges Netzprotokoll, das zur Transportschicht der Internetprotokollfamilie gehört. Die Entwicklung von UDP begann 1977, als man für die Sprachübertragung ein einfacheres und sichereres Protokoll benötigte als das bisherige verbindungsorientierte TCP. Dieses Protokoll sollte nur für die Adressierung zuständig sein, ohne die Datenübertragung zu sichern, da dies zu Verzögerungen bei der Sprachübertragung führen würde. Deshalb gibt es keine Garantie dafür, dass ein einmal gesendetes Paket auch ankommt oder dass Pakete in der gleichen Reihenfolge ankommen, in der sie gesendet wurden.

UTC – Universal Time Coordinated

Zusammengesetzte Bezeichnung aus UT für „Universal Time" und dem modifizierenden C für „coordinated". Diese „koordinierte Weltzeit” ist die aktuelle Weltzeit. In der Funktion hat sie die mittlere Greenwichzeit  (Greenwich Mean Time GMT) abgelöst. Sie ist eine Kombination aus der internationalen Atomzeit TAI und der Universalzeit UT. Die Zeitzonen werden als positive oder negative Abweichung von UTC angegeben, z.B. entspricht UTC+2 der MESZ.

WAN – Wide Area Network

Ein „Weitverkehrsnetz“, auch „Weitbereichsnetz“, ist ein Rechnernetz, das sich im Gegensatz zu einem LAN über einen sehr großen geografischen Bereich erstreckt. Die Anzahl der angeschlossenen Rechner ist auf keine bestimmte Anzahl begrenzt. WANs erstrecken sich über Länder oder sogar Kontinente. WANs werden  benutzt, um verschiedene LANs, aber auch einzelne Rechner miteinander zu vernetzen. Einige WANs werden durch Internetdienstanbieter errichtet oder erweitert, um einen Zugang zum Internet anbieten zu können.